Jedes Unternehmen arbeitet nach bestimmten Grundsätzen und Standards. Das nennt man dann Qualität, die sich im Lauf der Jahre mit den wechselnden Anforderungen auch verändert. Diese in Ihrem Unternehmen ohnehin schon vorliegenden Standards werden beim Aufbau und der Erfassung Ihres QM-Systems erfasst. Hier wird nichts neues erfunden und Ihr Unternehmen nirgendwo hineingedrängt. Dass Sie bei der Analyse Ihrer bisherigen Standards Verbesserungspotential erkennen, ist normal, da man sich im betrieblichen Alltag kaum mit dieser Thematik beschäftigt.
Glauben Sie nicht die Geschichten, die Ihnen manche von der Einführung eines QM-Systems erzählen. Formulare, die zur Erfassung von Formularen dienen, Reihen von Aktenordnern, Unmengen von Protokollen und jede Menge Unterschriften von allen möglichen Mitarbeitern, ein Qualitätsmanager, der das ganze Jahr allen lästig fällt und Zertifizierungen, die sich über Tage erstrecken und fast inquisitorische Züge habe....das lässt sich so fortsetzen und wir kennen diese Geschichten alle und sie alle haben gemeinsam, dass sie nicht wahr sind!
Ein Qualitätsmanagementsystem dokumentiert, wie Ihr Unternehmen arbeitet und dass Sie auf die Einhaltung Ihrer Standards und damit auch der ISO-Standards genau achten! Es dokumentiert Ihren Umgang mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, der Umwelt usw. Es dokumentiert auch, wie Sie mit Fehlern umgehen und dass Sie aus Fehlern lernen und es dokumentiert, dass Sie sich nachweislich an bestehende Gesetze und Normen halten.
Die Zielsetzung der "International Organization for Standardization", kurz auch ISO genannt, ist es, Unternehmen effektive und effiziente Systeme zur Qualitätssteigerung von Produkten und Leistungen zur Verfügung zu stellen. Damit steigt die Kundenzufriedenheit, die Kunden- und Lieferantenbeziehungen werden vereinfacht und verbessert. Qualität wird durch Schaffen von organisatorischen Rahmenbedingungen mit dem Unternehmen gemeinsam erarbeitet und bleibt nicht mehr dem Zufall überlassen.
Qualitätsmanagement stellt die Basis für langfristige Beziehungen des Unternehmens zu seinen Partnern (Kunden, Geschäftspartner, Lieferanten, Mitarbeiter, Inhaber, staatliche Stellen, Behörden etc.) dar.
Durch ein Qualitätsmanagementsystem wird nicht die Qualität der Unternehmensleistungen genormt, sondern es handelt sich um ein Managementwerkzeug. Dieses schafft die organisatorischen, personellen und sachlichen Grundlagen, um sicherzustellen, dass zufriedene Mitarbeiter so arbeiten, dass die Kundenanforderungen erfüllt und Profite erzielt werden. Dazu werden die Prozesse, die im Unternehmen ablaufen, von der Akquisition bis hin zum Abschluss erfasst, durchleuchtet und analysiert.
Qualitätsmanagement unterstützt die Unternehmensführung, es regelt Abläufe, legt Zuständigkeiten fest und sorgt dafür, dass Ergebnisse nachhaltig gesichert werden.
Ein modernes Qualitätsmanagementsystem ist prozessorientiert, das heißt, es richtet sich an den einzelnen Abläufen im Unternehmen aus. Arbeitsprozesse werden transparenter, leichter nachvollziehbar und überschaubar. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist der, dass neue Mitarbeiter wesentlich schneller als bisher in ihre Aufgaben eingeführt werden können.
Qualitätsmanagementsysteme sind nicht starr, sondern ermöglichen eine ständige Weiterentwicklung. In der Praxis läuft es ja so ab, dass zwischen Kunden und Unternehmen ein ständiges Wechselspiel herrscht. Ein starres System würde hier sofort scheitern, nur ein flexibles System bringt den notwendigen Erfolg. Das Qualitätsmanagementsystem ist daher immer nur so flexibel wie die Menschen, die sich damit beschäftigen. Jedes Unternehmen benötigt sein eigenes Managementsystem, deshalb entsteht dieses System auch in enger Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und seinem Berater. Die Zertifizierungsstelle ist letzten Endes die Instanz, die feststellt, dass das Unternehmen sein selbst gestecktes Ziel auch erreicht hat.